Wissenschaftler haben die ringförmigen Formationen Anfang des Jahres über dem Ätna beobachtet. Was steckt dahinter?

Das Kunststück ist vor allem von Tabakrauchern und Romanfiguren bekannt – etwa vom Zauberer Gandalf aus dem Epos »Der Herr der Ringe«. Forscher beobachten die kreisrunden Formationen aber auch über manchen Vulkanen regelmäßig. Einer von ihnen ist der Ätna: Im Jahr 2000 pustete Europas höchster aktiver Vulkan auf der Insel Sizilien Schätzungen zufolge bis zu 5000 solcher Ringe in den Himmel. Und auch bei seinem Ausbruch zu Beginn des Jahres haben Wissenschaftler die Formationen wieder über dem Vulkan beobachtet.

Die Dampfringe des Ätnas können Durchmesser von bis zu 200 Metern erreichen

Streng genommen bestehen die auffälligen Gebilde gar nicht aus Rauch, sondern aus verschiedenen Gasen, darunter vor allem Wasserdampf. Der Vulkan erzeugt sie, wenn innerhalb eines Schlots Gasbläschen im aufsteigenden Magma ausperlen und sich nach und nach zu einer großen Blase vereinigen. Die platzt schließlich an der Oberfläche, und das Gas rollt an den Kraterrändern nach oben ab. Weil es wärmer und weniger dicht ist als die Umgebungsluft, steigt es auf, kondensiert und wird dadurch als Ring sichtbar. Computersimulationen zeigen: Je runder der Vulkanschlot, in dem das Magma zur Oberfläche aufsteigt, desto eher stößt er Ringe aus.

Der Artikel ist in der Ausgabe 06/2021 von P.M. Fragen & Antworten erschienen.

Warum untersuchen Forscher einen Vulkan in der Arktis?

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