»Deep Dive Dubai« bietet 14 Millionen Liter Wasser, eine versunkene künstliche Stadt, ein Unterwasser-Kickertisch und ein Schachbrett – die Konkurrenz der Anlage liegt deutlich näher

(Text: Stefan Maiwald)

Es gibt Hotelzimmer unter Wasser, ein Restaurant und einen Konferenzsaal – doch die eigentliche Attraktion der Anlage ist der 46 Meter tiefe Pool: »Deepspot«, eröffnet im Dezember 2020, liegt südlich von Warschau im Ort Mszczonów in Polen. Das Tauchbecken enthält 8000 Kubikmeter Wasser, was etwa der Menge von 30 typischen 25-Meter-Pools entspricht. Das klare, warme Wasser ist ein ideales Trainingsgelände für Taucher, auch Neulinge kommen in der sicheren Umgebung gut zurecht. Es gibt Anfängerkurse für Tiefen bis zwölf und bis 18 Meter sowie Schnorchelkurse, und natürlich trainieren auch Free-Diver gern hier, die ohne Hilfsmittel in die Tiefe gleiten. Schnupperkurse beginnen bei rund 75 Euro.

Über den Weltrekord des tiefsten Schwimmbeckens durfte sich Polen allerdings nur sechs Monate lang freuen, denn im Juni 2021 eröffnete »Deep Dive Dubai«: Die Anlage im gleichnamigen Emirat hat ein Becken mit einer Wassertiefe von 60 Metern. Gäste können in 14 Millionen Liter Wasser, das konstant bei angenehmen 30 Grad gehalten wird, durch eine versunkene künstliche Stadt tauchen, an einem Unterwasser-Kickertisch spielen oder sich an ein Schachbrett setzen. 56 Kameras sorgen für Sicherheit. Dringender Gesundheitstipp: Nach einem Tauchgang sollte auf keinen Fall das Skyview-Restaurant im nahen Burj Al-Arab besucht werden, das 300 Meter über der Stadt liegt, oder gar das 828 Meter hohe Burj Khalifa, das höchste Gebäude der Welt – das würde den Körper zu sehr stressen.

Der Artikel ist in der Ausgabe 9/2020 von P.M. Fragen & Antworten erschienen.

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