Tatsächlich kann es beim Meditieren zu allerhand Nebenwirkungen kommen. US-Psychologin Willoughby Britton zählt in ihren Studien rund 59

(Text: Jochen Metzger)

Für die meisten Menschen ist Meditation ein extrem hilfreiches Werkzeug, das viele verschiedene positive Effekte für die Gesundheit und das Seelenleben mit sich bringt. Dennoch kann es auch beim Meditieren zu allerhand Nebenwirkungen kommen. Niemand hat das intensiver erforscht als die US-Psychologin Willoughby Britton von der Brown University. In ihren Studien hat Britton 59 solcher Nebenwirkungen entdeckt.

Einige Meditierende berichten zum Beispiel von einem Verflachen ihres Gefühlslebens, von plötzlichen Kopfschmerzen oder gehäuften Albträumen. Bei vielen Meditationstechniken konzentriert man sich gezielt auf seine Atmung. Britton fand heraus, dass genau das bei manchen Traumapatienten zu verstärkten Angstzuständen oder gar Panikattacken führen kann. Soll man in diesen Fällen komplett auf Meditation verzichten? Britton verneint. Sie hält Meditation für eine tolle Sache und meditiert selbst regelmäßig.

Für Traumapatienten genügt es, sich beim Meditieren auf etwas anderes zu konzentrieren als auf die Atmung – etwa auf ihre Hände, ihre Füße oder die Geräusche, die sie umgeben. Um Betroffenen zu helfen, hat Britton sogar eine gemeinnützige Organisation namens »Cheetah House« gegründet, auf deren Website man sich informieren und Unterstützung bekommen kann – bisher leider nur in englischer Sprache.

Der Artikel ist in der Ausgabe 06/2021 von P.M. Fragen & Antworten erschienen.

Wie kann man Krankheiten an der Stimme erkennen?

P.M. Magazin
ANZEIGE

P.M. Magazin

Spannende Berichte aus Forschung und Technik von heute und morgen.

Jetzt bestellen