P.M. berichtet seit mehr als 40 Jahren über kommende Entwicklungen. Was ist aus ihnen geworden?

Spiral, Rug, Coil

Diesmal werfen wir einen Blick zurück auf einen Bericht aus 1987

Im Mai des Jahres 1987 hob erstmals die neue Schwertransportrakete der Sowjets vom Boden ab – mit einer Startmasse von 2400 Tonnen. Die »Energija« war 60 Meter hoch, konnte gigantische 100 Tonnen Nutzlast transportieren. Anlass für P.M. zu fragen: »Ist die amerikanische Raumfähre noch konkurrenzfähig?« Zweifel waren angebracht, denn nicht nur war das Space Shuttle der Nasa für »nur« 20 Tonnen Nutzlast ausgelegt. Die Challenger-Katastrophe im Jahr zuvor hatte zudem das Vertrauen in die Hightech-Rakete erschüttert. Das Fazit von P.M.: »Die UdSSR ist zurzeit die unumstrittene Weltraummacht Nummer eins, und sie wird das auch für die nächsten Jahre bleiben.«

Der historische Start der Challanger endete 1986 nach 73 Sekunden für alle sieben Besatzungsmitglieder tödlich

Die Geschichte verlief anders: Keine vier Jahre später brach die UdSSR zusammen. Energija startete nach ihrem zweiten Flug 1988 nicht mehr, auch weil jene sowjetischen Weltraumprojekte eingestellt wurden, die einen so großen Transporter nötig machten.
Triumphierten letztlich also doch die USA? Nein, mit dem Ende des Kalten Krieges stoppte das Wettrüsten auf beiden Seiten. Die Nasa entwickelte keine neue Schwerlastrakete, die Space Shuttles blieben nach einer zweiten Katastrophe – Columbia 2003 – auf dem Boden. Will die Nasa heute in den Orbit, ist sie auf Firmen angewiesen – oder auf russische Raketen, die in den 60ern entwickelt wurden.

Hier sehen Sie das Cover und die Aufmacherseite zu dem Artikel „Die Riesenrakete“ aus dem Jahr 1987:

Wie baut man mit 3D-Druck-Raketenteile?

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