In der Vorweihnachtszeit fiebern Kinder jeden Morgen dem Öffnen eines weiteren Türchens entgegen. Doch woher stammt der Brauch?

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24 Türchen mit 24 Überraschungen: Adventskalender verkürzen die Wartezeit aufs Weihnachtsfest. Ihre Vorläufer gehen auf das 19. Jahrhundert zurück: Während sich katholische Familien zu Adventsandachten in der Kirche trafen, blieben Protestanten zu Hause – und entwickelten verschiedenste Weihnachtsbräuche. So begannen evangelische Eltern, mit Kreide 24 Striche an die Türe zu malen: Jeden Tag durften die ungeduldigen Kinder einen Strich wegwischen. Andere Familien hängten nach und nach 24 Bilder mit christlichen Motiven an Wände oder Fenster.

1926: Das Geburtsjahr des Schokokalenders

Einer der Adventskalender-Pioniere schlechthin ist der schwäbische Pfarrerssohn und Buchhändler Gerhard Lang. Anfang des 20. Jahrhunderts brachte er einen gedruckten Adventskalender auf den Markt: einen Bogen Papier mit 24 Bildchen, die Tag für Tag ausgeschnitten und auf einen Pappkarton geklebt wurden. Lang war es auch, der den Kalendern Türchen bescherte und 1926 mit Schokoladenstücken befüllte. Die Nazis machten damit Schluss und versahen ihre Kalender mit nationalsozialistischen Weihnachtsliedern.

Was war der Stern von Bethlehem?

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