Praktisch sind Fertiggerichte allemal. Tüte aufreißen, kurz in Pfanne, Topf oder Backofen schmeißen, guten Appetit! Seit wann gibt es eigentlich Fertiggerichte?

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Einfach nur erwärmen – und fertig ist die Mahlzeit: Konservendosen mit Nahrungsmitteln gibt es schon seit dem 19. Jahrhundert, ebenso Vorläufer der Tütensuppen, etwa die Erbswurst. Dieses Gemisch aus Erbsenmehl, Zwiebeln, Speck, Salz und Gewürzen wurde in Wursthüllen gepresst, dann in Wasser aufgelöst und aufgekocht. Preußen verteilte im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 tonnenweise Erbswürste als „eiserne Ration“ an die Soldaten.

Der Klassiker unter den Fertiggerichten: Dosenravioli

Für den Hausgebrauch tauglich wurden Fertiggerichte erst Jahrzehnte später. 1953 blieb das amerikanische Gefrierkost-Unternehmen Swanson auf 520 000 Pfund nicht verkauften Truthähnen sitzen. Der Verkäufer Gerry Thomas hatte die Lösung: das tiefgekühlte Fleisch in Portionsgröße mit Kartoffeln und Erbsen in abgeteilte Fächer von Alu-Schalen verpacken. Die Mahlzeit ließ sich in 25 Minuten im Ofen aufwärmen und konnte bequem vor dem Fernseher gegessen werden. Deshalb heißt das Ganze bis heute auch „TV Dinner“. In Deutschland stürzte man sich ab 1958 dagegen auf ein anderes Fertiggericht: die Maggi-Dosenravioli, das erste tafelfertige Nudelgericht.

Seit wann gibt es Almkäse?

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