Karte rein, Bargeld raus: Was heute Alltag ist, begann vor über 40 Jahren mit radioaktiven Schecks, die man in komplexe Automaten schob.

Number, Text, Symbol

Der erste funktionierende Geldautomat war ein Flop. Er wurde 1939 in New York aufgestellt, doch fast nur Prostituierte und Glücksspieler trauten sich an das Gerät, das schnell wieder abgeschafft wurde. Der zweite Anlauf folgte 1965.

John Shepherd-Barron hatte die bahnbrechende Idee

Eines Mittags wollte der Schotte John Shepherd-Barron bei seiner Bank einen Scheck einlösen – und erreichte die Filiale eine Minute zu spät. Geschlossen. Er grübelte: Warum gab es Automaten, die Schokolade ausspucken können, aber keine, die Bargeld herausgeben? Also entwickelte er selbst einen, der 1967 in Enfield Town bei London von der Barclays-Bank aufgestellt wurde.

Den Durchbruch hatten Geldautomaten erst in den 70ern

Eine Computeranbindung hatten die Automaten nicht, auch Karten mit Magnetstreifen gab es noch nicht. Der Kunde steckte einen Scheck in das Gerät, das den Schein entwertete. Gerade mal zehn Pfund wurden höchstens ausgezahlt. Die Schecks waren mit einem leicht radioaktiven Kohlenstoff imprägniert, um darauf Informationen speichern zu können. Der wirkliche Durchbruch kam in den 70ern, als die neue Geldautomaten-Generation direkt mit dem Konto vernetzt wurde und die Banken Magnetkarten herausgaben.

Warum lagert in einer Bank Parmesan?

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