Heutzutage ermöglichen moderne, unsichtbare Zahnspangen dem Patienten einen hohen Tragekomfort, wenig Beeinträchtigungen im Alltag aber vor allem eine zahnschonende, unauffällige Behandlung. Aber seit wann gibt es eigentlich Zahnspangen?

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Schiefe Zähne? Da hilft nur: abfeilen oder raus mit ihnen. Zumindest galt das über viele Jahrhunderte – bis der französische Zahnarzt-Pionier Pierre Fauchard im 18. Jahrhundert eine Klammer aus einem Elfenbeinbogen und hufeisenförmigen Metallstreifen ersann. Mittels Metalldrähten sollten die Zähne am Bogen befestigt und in die richtige Position gezogen werden. Andere Mediziner schlugen Gummizüge oder – ziemlich auffällige – Kopf-Kinn-Kappen aus Leder vor.

Edward Angle ist der „Vater der modernen Kieferorthopädie“

Die heutigen festen Zahnspangen gehen auf den US-Zahnarzt Edward Angle zurück, den „Vater der modernen Kieferorthopädie“. Er entwickelte um 1900 ein System, bei dem jeder Zahn mit einem Halteelement aus Metall bestückt wurde: Brackets. Die Spangen waren eine teure Angelegenheit, denn als Material für die Brackets wurde vor allem das – schön dehnbare – Gold eingesetzt. Bald folgten auch herausnehmbare Zahnspangen, sogenannte Aktivatoren. Dabei handelte es sich um Spangen für Ober- und Unterkiefer in einem Stück. Ihr Nachteil: Mit so einer Gerätschaft im Mund ließ sich schlecht bis gar nicht sprechen.

Warum legen wir "einen Zahn zu"?

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