Absurde Abkürzungen, skurril klingende Namen: In der P.M.-Rubrik klären wir auf, welche Geheimnisse dahinter stecken.

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ALK? Ist das der Bruder des TV-Aliens Alf?

Nein, ALK ist ein Gen in der menschlichen DNA. Es war bereits aus der Krebsforschung bekannt und gilt als größter Treiber von Lungenkrebs. Nun hat eine Studie eine ganz unerwartete Verbindung entdeckt: zwischen dem ALK-Gen und Schlankheit.

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Wie denn das?

Versuche an Mäusen legen nahe, dass ALK Proteine produziert, die den Hypothalamus beeinflussen. Dieser Teil des Gehirns reguliert den Energieumsatz der Fettzellen. Mäuse, bei denen die Bildung des ALK-Proteins unterdrückt wurde, hatten eine deutlich höhere Fettverbrennung.

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Sind diese Ergebnisse auf den Menschen übertragbar?

Bisher wurde der Effekt nur in Tierversuchen nachgewiesen. Es gibt aber bereits Medikamente für Lungenkrebspatienten, die das Gen blockieren. Allerdings könnte das Medikament bei übergewichtigen Menschen gefährliche Nebenwirkungen wie Bluthochdruck oder eine erhöhte Herzfrequenz auslösen.

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Schade, also doch keine Schlankheitstablette?

Noch wissen wir zu wenig über das Zusammenspiel zwischen dem ALK-Gen und dem Körpergewicht. In einer Studie unter extrem schlanken Menschen fanden Forscher jedoch auffällig häufig eine Mutation des ALK-Gens. In Zukunft könnten diese Erkenntnisse also durchaus zu einer Therapie stark übergewichtiger Menschen beitragen.

Dieser Artikel ist in P.M. # 8/20 erschienen.

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