Eine neue Analyse-Methode in der Onkologie könnte die Diagnostik besser machen. Wie weit ist der Weg dorthin?

Krebsforscher setzen große Hoffnungen auf das neue Analyseverfahren, das grob übersetzt »Flüssigbiopsie« heißt. Dabei fahnden sie im Blut von Patienten nach Erbgut-Schnipseln, einzelnen Krebszellen oder anderen Spuren von Tumoren. Das Ziel: künftig auf eine aufwendigere und teils risikoreiche Gewebe-Untersuchung verzichten zu können. Inzwischen gibt es mehrere Techniken, die frei herumschwimmenden Fragmente aus dem Blut zu fischen und genetisch zu analysieren. Ärzte wollen anhand der Minispuren früher als bisher herausfinden, wann ein Krebs nach einer Operation zurückkehrt.

Mehrfacherkrankungen an Krebs sind möglich

Sie möchten ihn also bereits entdecken, bevor ein Krebshaufen im Röntgenbild sichtbar wird. Möglich soll auch sein, das Risiko für Metastasen abzuschätzen oder zu erkennen, wann der Tumor sich gegen die aggressiven Medikamente wappnet und Resistenzen dagegen entwickelt. Weil es große Unterschiede bei den Tumortypen gibt, ist es schwierig für die Forscher, einheitliche Tests und Standards zu entwickeln. Routine sind Flüssigbiopsien daher noch lange nicht, sie werden jedoch in Studien weltweit und auch in Deutschland untersucht. Beispiele sind Studien bei Patienten mit Prostata- oder Lungenkrebs.

(Text: Christiane Löll)

Können Hunde Krebs riechen?

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