Absurde Abkürzungen, skurril klingende Namen: In der P.M.-Rubrik klären wir auf, welche Geheimnisse dahinter stecken.

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SMEDWI-2 und SMEDWI-3? Ist das ein Auszug einer Speisekarte bei Ikea?

Nein, das ist nichts zu essen. Es sei denn, Sie verspeisen gerne Strudelwürmer. Diese Tiere leben in Teichen und Bächen und faszinieren Biologen seit über 200 Jahren. Sie produzieren die beiden Eiweiße mit den merkwürdigen Namen.

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Und was ist an den Dingern so besonders?

Die Eiweiße SMEDWI-2 und SMEDWI-3 spielen eine wichtige Rolle in der erstaunlichen Regenerationsfähigkeit der Würmer. Schneidet man ein Stück Strudelwurm ab, wächst daraus ein neuer. Selbst aus einem 279stel Wurm entsteht wieder ein komplett neues Tier.

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Ach was. Und wie machen die Strudelwürmer das?

Mithilfe der Eiweiße. Ohne sie könnten sich die Würmer nicht regenerieren, sie wären noch nicht einmal lebensfähig. Die Wissenschaftler vermuten, dass SMEDWI-2 und SMEDWI-3 dafür sorgen, dass die Stammzellen der Würmer stabil bleiben. Dieser Zelltypus kann sich selbst erneuern und zu verschiedenen Gewebe­arten entwickeln.

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Wow. Aber hilft uns diese Erkenntnis irgendwie?

Mal schauen. Zunächst müssen Wissenschaftler die Wurm­Erneuerung genau erforschen. Die Erkenntnisse sollen helfen, Selbstheilungsprozesse besser zu verstehen. Die Gene für die SMEDWI-­Eiweiße kommen nämlich auch in anderen Tieren, Pflanzen und sogar im Menschen vor.

Wie nutzen Forscher die Natur für unsere Technik?

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