Absurde Abkürzungen, skurril klingende Namen: In der P.M.-Rubrik klären wir auf, welche Geheimnisse dahinter stecken.

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Sulfuri? Das ist bestimmt irgendeine schweflige Verbindung…

Nein, Sulfuri sind Bakterien. Der Name steht für Sulfurihydrogenibium yellowstonense. Sie wurden im Yellowstone-Nationalpark entdeckt, dort, wo heißes Wasser und Schwefel aus dem Boden strömen. Die Bakterien gewinnen Energie aus Kohlendioxid und Schwefel.

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Was ist an ihnen besonders?

Sulfuri sind wahre Überlebenskünstler. Vor 2,35 Milliarden Jahren entstanden sie, seitdem trotzen sie extremen Temperaturen von 45 bis 80 Grad Celsius, hoher UV-Strahlung und geringen Sauerstoffkonzentrationen. Sie leben in schnell fließenden Gewässern – und gleichen Bandnudeln wie Fettuccine und Capellini.

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Bakterien so groß wie Nudeln? Das ist doch gar nicht möglich!

Der Wasserstrom zwingt die Bakterien, sich gegenseitig festzuhalten und fest gewickelte Stränge zu bilden. Außergewöhnlich ist auch, dass die Bakterien besonders schnell versteinern: Aufgrund von speziellen Proteinen auf ihrer Oberfläche geschieht dieser Prozess eine Milliarde Mal so schnell wie sonst auf der Erde.

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Was bringt uns das?

Forscher suchen jetzt nach nudelförmigen Gesteinen auf dem Mars. Sulfuri könnten nämlich unter den harten Bedingungen überleben, die auf dem Roten Planeten herrschen. Weil sie so einzigartige Gesteinsstrukturen hinterlassen, wäre ein Fund ein eindeutiger Beweis, dass einst Mikroben auf dem Mars existierten.

Wie erkundet KI den Mars?

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