Absurde Abkürzungen, skurril klingende Namen: In der P.M.-Rubrik klären wir auf, welche Geheimnisse dahinter stecken.

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Tower, Architecture, Building

TRA-1? Ist das Der IATA-Code des ­Flug­hafens Transsilvanien?

Aber nein, da fliegen doch nur Fledermäuse … TRA-1 ist das geschlechtsbestimmende Gen des Fadenwurms C. elegans. Bleibt es stumm, entwickelt sich der Wurm zu einem Männchen. Wird es aktiv, wächst er zu einem Zwitter heran. Rein weibliche Würmer gibt es nicht.

Clock Tower, Architecture, Tower

Ist ein geschlechtsbestimmendes Gen denn etwas Besonderes?

Nein, überhaupt nicht. Bei vielen Tieren stellen solche Gene, abhängig von den Geschlechts­chromosomen, die Weichen für die körperliche Entwicklung. Das Besondere an TRA-1 ist: Männliche Fadenwürmer können das Gen vorübergehend aktivieren, auch wenn sie schon ausgewachsen sind. Dadurch gewinnen sie einige Eigenschaften der Zwitter, etwa einen besseren Geruchssinn.

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Sie werden weiblicher, um besser riechen zu können!?

Genauer gesagt: um Nahrung besser riechen zu können. Diese Fähigkeit geht den Männchen nämlich ab. Sie haben nur eine Mission: sich mit möglichst vielen Zwittern zu paaren. Haben sie sich dabei verausgabt, wird TRA-1 aktiv. Nur dann unterbrechen die Männchen ihre zwanghafte Partnersuche und fressen sich satt.

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Die Würmer sind genderfluid?

Sie bewegen sich zumindest in einem Spektrum. Die aktuelle Erkenntnis zeigt Biologen einmal mehr, dass Geschlecht kein starres Konstrukt ist, sondern von der Natur je nach Bedarf flexibel gehandhabt wird.

Woher kommen Gendersymbole?

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