Absurde Abkürzungen, skurril klingende Namen: In der P.M.-Rubrik klären wir auf, welche Geheimnisse dahinter stecken.

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Thiolaktone? Klingt nach einer obskuren italienischen Milchspeise.

Aromatisch sind Thiolaktone sicherlich nicht. Die schwefelhaltigen Chemikalien dienen der Materialwissenschaft als Ausgangsstoffe für eine neue Art von Plastik namens PBTL, entwickelt von Forschern in den USA, China und Saudi-Arabien.

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Genau das, was der Planet braucht: Noch mehr Plastik!

Dieses besondere Plastik könnte er tatsächlich gut gebrauchen. Kunststoff besteht aus Molekülen, die sich untereinander vernetzen und so ein festes, stabiles Material bilden. Um ihn vollständig zu recyceln, müsste man ihn sauber in seine chemischen Bausteine zerlegen. Doch das ist bei herkömmlichem Kunststoff unmöglich. Seine Qualität sinkt beim Recyceln immer weiter, bis er als Müll endet.

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Ist das bei PBTL anders?

Ja. PBTL lässt sich in seine Ursprungsmoleküle aufspalten. Aus denen können dann neue Produkte gefertigt werden – immer und immer wieder. Zwar existieren Kunststoffe mit dieser Eigenschaft bereits, aber bisher ging die Recycelbarkeit auf Kosten der Qualität. Nicht so bei PBTL: Das Material ist hitzestabil, robust, leicht zu verarbeiten und nicht spröde.

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Und jetzt?

Dank seiner vorteilhaften Eigenschaften hätte PBTL gute Chancen, in der Industrie zum Einsatz zu kommen. Eine Hürde bleibt jedoch bestehen: Recyceln lässt sich auch PBTL nur, wenn es nicht im Gemisch mit anderen Stoffen vorliegt.

Kann bald jeder Plastik recyceln?

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