Immer mehr Objekte kreisen um die Erde, von denen Sonnenlicht abstrahlt. Besonders problematisch ist diese Lichtverschmutzung für Astronomen.

(Text: Rebecca Hahn)

Ja, weil immer mehr Objekte um die Erde kreisen, von denen Sonnenlicht abstrahlt. Aktuell fliegen im Erdorbit Objekte mit einer Gesamtmasse von 9200 Tonnen herum. Dazu zählen aktive Satelliten ebenso wie ausrangierte Raketenteile und anderer Weltraumschrott. Modellrechnungen zeigen, dass das von diesen Objekten reflektierte Licht den Nachthimmel um etwa zehn Prozent heller erscheinen lässt als unter natürlichen Bedingungen.

Besonders problematisch ist diese Lichtverschmutzung für Astronomen: Auf ihren Aufnahmen können Satelliten helle Lichtstreifen hinterlassen, durch die wertvolle Informationen verloren gehen. Außerdem sollen astronomische Observatorien eigentlich nur dort errichtet werden, wo der Nachthimmel um weniger als zehn Prozent künstlich erhellt wird. Dieser Wert wird mittlerweile überall auf der Erde überschritten.

Zwar gibt es bereits erste Bemühungen, Weltraumschrott wieder einzusammeln. Doch bei der großen Zahl an neuen Satelliten, die in den kommenden Jahren ins All geschickt werden sollen, wird die Lichtverschmutzung vorerst wohl weiter zunehmen.

Der Artikel ist in der Ausgabe 08/2021 von P.M. Fragen & Antworten erschienen.

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