Möchten Sie möglichst häufig bei »Schere, Stein, Papier« gewinnen, sollten Sie einige Tipps und Tricks berücksichtigen

Zwar ist auch immer ein Quäntchen Glück im Spiel beim Klassiker »Schere, Stein, Papier«. Aber mit Kenntnis kann man seine Erfolgschancen erheblich steigern, wie Studien des University College London und der chinesischen Zhejiang-Universität gezeigt haben.

So ist »Stein« besonders zu Beginn und bei männlichen Spielern beliebt, weil die geballte Faust etwas Mächtiges, Konkretes suggeriert. Daher sollte man gegen einen männlichen Kontrahenten mit »Papier« beginnen, um die eigenen Chancen im ersten Durchgang etwas zu erhöhen (Papier wickelt Stein ein – und gewinnt). Frauen dagegen beginnen gern mit »Papier«, gegen eine Frau ist man also gut mit »Schere« beraten (Schere schneidet Papier). Auch tendieren Spieler dazu, nach einer Niederlage jene Geste zu zeigen, die ihnen in der Runde zuvor die Niederlage beigefügt hat. Wer also mit »Stein« gegen »Papier« verliert, neigt dazu, anschließend »Papier« zu zeigen. Gewinner bleiben dagegen gern bei ihrem Symbol.

Schnick, Schnack, Schnuck – auf die Taktik kommt es an

Die Mathematikerin Hannah Fry vom University College London fasst es so zusammen: Hat man gewonnen, dann wird der Gegner sein Symbol tendenziell eher wechseln. Man sollte daher selbst das Symbol wählen, das der Gegner in der Runde zuvor gewählt hatte. Hat man verloren, sollte man das Symbol spielen, das gerade keiner von beiden gewählt hat. Denn es wird das des vorherigen Siegers schlagen.

Auch Gesten können den Gegner verraten: Wer die Hand schon vorher fest zusammendrückt, wird die Faust – also »Stein« – wählen, und je frustrierter der Gegner ist, desto seltener greift er zu »Papier«.

(Text: Stefan Maiwald)

Der Artikel ist in der Ausgabe 10/2020 von P.M. Fragen & Antworten erschienen.

Woher kommt der Ausdruck "getürkt"?

P.M. Fragen und Antworten
ANZEIGE

P.M. Fragen und Antworten

Schnelles Wissen aus allen Bereichen des Lebens.

Jetzt bestellen