Die Legende besagt: Wo der Himmelszauber den Boden berührt, da wartet ein Schatz. Doch die Physik verhindert, dass wir ihn jemals finden.

Der Regenbogen gilt oft als Brücke zwischen Göttern und Menschen. Die irische Mythologie erzählt, dass an seinem Fuß ein Kobold mit einem Goldtopf wartet. Dann wäre es doch zu schön, den Regenbogen zu erreichen! Nur leider: Das kann nicht gelingen. Denn der Regenbogen ist kein greifbares Objekt, sondern – wie die Fata Morgana – ein rein optisches Phänomen.

Wir müssen die tief stehende Sonne im Rücken haben und einen Regenschauer vor uns, um ihn zu sehen. Denn dann bricht das Licht an den Wassertropfen und reflektiert, in immer denselben Farben und in immer derselben Reihenfolge (von außen nach innen): rot, orange, gelb, grün, hellblau, indigo, violett.

Ein Regenbogen hat keine Position am Himmel

Der Regenbogen liegt zwischen dem Schauer und dem Betrachter. Wo genau, kann man nicht sagen. Für das Auge sieht es so aus, als sei er in großer Ent­fernung. Das ändert sich auch nicht, wenn wir uns auf ihn zubewegen. Oder es zumindest versuchen. »Will man sich dem Regenbogen nähern, bewegt er sich einfach mit uns mit«, sagt Thore Hansen vom Deutschen Wetterdienst.

(Text: Jochen Reiss)

Der Artikel ist in der Ausgabe 08/2018 von P.M. Fragen & Antworten erschienen.

Wie entsteht ein Mondregenbogen?

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