Fast wäre die erste Mondlandung gescheitert, aber die beiden nervenstarken Astronauten haben es gepackt und waren dabei sehr erfinderisch.

„Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit“: Diesen Satz, den der Astronaut Neil Armstrong sagte, als er am 21. Juli 1969 einen Fuß auf den Mond setzte, hat wohl jeder schon einmal gehört. Mehr als eine halbe Milliarde Menschen auf der ganzen Welt verfolgten damals das Spektakel im Fernsehen.

Weniger bekannt ist, dass die amerikanische Apollo-11-Mission bis dahin und auch im weiteren Verlauf nicht ganz reibungslos verlief. Probleme gab es schon beim Flug mit der Mondlandefähre von der Rakete zum Mond. Ein Computeralarm sorgte für einen kritischen Moment. Aber schließlich gaben die Ingenieure am Boden, im Kontrollzentrum in Houston, Entwarnung: Die Mission konnte weitergehen.

The Eagle has landed!

Auch die Landung mit der Landefähre auf der Mondoberfläche klappte nicht wie geplant. Der Autopilot steuerte ein Geröllfeld an, das einige Kilometer vom ursprünglichen Ziel entfernt lag. Armstrong sah die Felsbrocken durchs Fenster und lenkte die Landefähre per Handsteuerung etwas weiter, zu einer ebeneren Stelle.

Dort stieg Armstrong aus und sagte seinen berühmt gewordenen Satz. Zusammen mit seinem Kollegen Buzz Aldrin sammelte er Mondgestein und stellte wissenschaftliche Geräte auf.

Ein abgebrochener Hebel hätte fast den Rückflug verhindert

Nach mehr als zwei Stunden kehrten die beiden Astronauten zur Landefähre zurück, wo sie der nächste Schreckmoment ereilte. Aldrin bemerkte, dass der Hebel eines Schalters abgebrochen war, der für die Rückkehr zum Raumschiff gebraucht wurde. Mit einem Filzstift löste er das Problem. Aldrin steckte den Stift statt des Hebels in die Öffnung. So ließ sich der Schalter doch noch betätigen – und die Mondmission samt Besatzung war gerettet.

(Text: Kathrin Fromm)

Der Text ist in P.M. Fragen & Antworten Ausgabe 09/2020 erschienen.

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