Die Getränkekartons des Schweizer Herstellers Tetra Pak sind international bekannt. Wir benutzen sie viel, aber oft ärgert man sich über das Geklecker.

Milch und Säfte werden oft in Verpackungen der Marke Tetra Pak geliefert. Diese Getränkekartons haben heute nicht mehr die namensgebende Form eines Tetraeders, also eines Körpers mit vier dreieckigen Seitenflächen, sondern die Form eines Quaders, einem Ziegelstein ähnlich. Beim ersten Ausgießen blubbert und spritzt die Milch teils unkontrolliert heraus. Die Ursache: Die Verpackungen sind randvoll und die Verschlüsse vergleichsweise klein, weil neben der mittig an der Oberseite angebrachten Siegelnaht der Verpackung nur wenig Platz bleibt. Aufgrund des kleinen Ausgusses kann die Luft nicht so schnell in die Öffnung nachfließen und lässt Milch und Orangensaft viel Raum. So kommt es zum schwallartigen Austreten der Flüssigkeit.

Der leere Tetra Pak sollte zusammengedrückt in der gelben Tonne entsorgt werden

Das Unternehmen Tetra Pak hat das Problem erkannt. Die Packungen haben nun versetzte Oberseiten, die Siegelnaht ist von der Mitte zur Seite verschoben. So bleibt mehr Platz für größere Verschlüsse, aus denen man ohne Kleckern in einem gleichmäßigen Flüssigkeitsstrom ausgießen kann. Allerdings sollte man die weiche Packung nicht zu stark drücken und den Ausguss möglichst nah an das schräg gehaltene Glas halten. Bei Verpackungen der älteren Generationen kann man das Spritzen vermeiden, indem man auf der anderen Seite der Naht ein Loch für die nachströmende Luft in die Oberseite stößt.

(Text: Dieter Möller)

Geben Kühe mehr Milch, wenn sie Musik hören?

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