Es gibt Menschen, die sind einem auf Anhieb sympathisch. Egal, was sie sagen: Man hört ihnen gerne zu, kann ihnen nichts übel nehmen, mag sie. Richtige Sympathieträger eben. Doch was weckt Sympathie?

Klingt wie ein Kalenderspruch, stimmt aber trotzdem: Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Wie sympathisch ist unser Gegenüber? Kann man ihm vertrauen? Diese Fragen haben wir schon nach Sekundenbruchteilen beantwortet. Aber wie steht es um die Persönlichkeit des anderen? Ist er schüchtern oder vorlaut? Neugierig oder denkfaul? Verzagt oder voller Zuversicht? Auch dafür haben wir sehr schnell Antworten gefunden, liegen dabei aber nicht selten daneben. Eine Studie der Northeastern University in Boston zeigt, dass wir immerhin rund 60 Sekunden brauchen, um die Persönlichkeit eines Fremden einigermaßen treffend beurteilen zu können.

Seien Sie freundlich und offen

Was lässt uns in derlei Situationen sympathisch erscheinen? Zum Teil Eigenschaften, für die wir wenig können: Es hilft zum Beispiel enorm, ein hübsches Gesicht zu haben – und eine Frau zu sein. Doch auch die üblichen Verkäufertricks funktionieren: lächeln. Augenkontakt herstellen. Fragen stellen, anstatt die ganze Zeit nur von sich zu reden. Eine kanadische Studie hat noch einen verblüffenden Zusatzfaktor entdeckt, der fast banal erscheint. Wir sollten uns vor der Begegnung mit anderen den Satz vormurmeln: »Ich bin sympathisch!« Wer nämlich selbst glaubt, dass andere einen mögen werden, der strahlt das aus und wirkt wohl tatsächlich warmherziger und sympathischer, schreiben die Forscher.

(Text: Jochen Metzger)

Warum sagen wir "auf Tuchfühlung gehen"?

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