Zu einem Hitzschlag kommt es durch die Überlastung der Temperatur-Regulationsmechanismen des Körpers. Er ist dann nicht mehr in der Lage, genügend Wärme, z.B. durch Schwitzen, abzugeben

Steht in dem Teil der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, der für die Krankenkasse bestimmt ist, der Code T67.0, dann hat die Ärztin oder der Arzt einen Hitzschlag diagnostiziert. In diesem Sommer drohen wieder heiße Temperaturen. Die Gefahr steigt, einen Hitzschlag, auch Sonnenstich genannt, zu erleiden. Er entsteht, wenn der Körper zu lange großer Hitze ausgesetzt ist oder er stark überwärmt wird, zum Beispiel durch hohe körperliche Belastungen bei hohen Temperaturen. Der Körper sollte dabei eigentlich mehr Schweiß als normal produzieren. Gelingt ihm das nicht, entsteht im Innern des Körpers ein Wärmestau.

Die möglichen Symptome eines Hitzschlags: Die Körpertemperatur steigt auf 40 Grad Celsius oder mehr, Herzschlag und Atmung beschleunigen sich, der Blutdruck sinkt, der Kopf schmerzt, es wird den Betroffenen übel. Dazu kommen Erbrechen, Muskelkrämpfe, Benommenheit und Bewusstlosigkeit.

Nun ist schnelle Hilfe angesagt, denn es besteht akute Lebensgefahr. Mediziner raten, sofort den Notarzt zu rufen. Bis dieser kommt, kann Erste Hilfe das Schlimmste verhindern. Der Patient muss aus der direkten Sonne genommen, seine Kleidung gelockert, seine Körpertemperatur gesenkt werden, zum Beispiel mit in Tüchern eingewickelten Kühlakkus und feuchten Umschlägen auf Armen, Beinen, Leisten und Nacken.

Die wichtigste Sofortmaßnahme bei einem Hitzschlag ist das Senken der Körpertemperatur

Eine weitere Maßnahme ist die Schocklage: den Patienten auf den Rücken legen und die Beine hoch lagern. Das Gehirn erhält dadurch eine bessere Blutzufuhr. Wenn möglich, sollte mit lauwarmen Getränken der Flüssigkeitsverlust ausgeglichen werden, es sei denn, der Betroffene muss sich erbrechen. Grundsätzlich sollte sie oder er nicht alleine gelassen werden. Denn der Zustand der Erkrankten kann sich sehr plötzlich verschlechtern.

Mediziner unterscheiden zwischen dem klassischen Hitzschlag, den meist Kinder und ältere und kranke Menschen erleiden, weil ihre Wärmeregulation noch nicht oder nicht mehr einwandfrei funktioniert. Des Weiteren gibt es den Anstrengungshitzschlag, der bei körperlicher Aktivität in jedem Alter auftreten kann. Man kann einer Überhitzung aber natürlich auch vorbeugen: Erhöhte körperliche Aktivität in der prallen Sonne einschränken, kühle schattige Plätze aufsuchen, einen Hut und lockere Kleidung tragen, nicht in der größten Mittagshitze trainieren, zwei bis drei Liter pro Tag trinken, Alkohol und schwere Mahlzeiten lieber meiden.

(Text: Dieter Möller)

Dieser Artikel ist in P.M. Fragen & Antworten 07/2020 erschienen.

Was passiert in unserem Körper in großen Höhen?

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