Nicht nur in der Rushhour scheppert es häufig. Auch unser Biorhythmus beeinflusst, zu welcher Tageszeit wir in Unfälle verwickelt sind.

2,7 Millionen Unfälle hat die Polizei im Jahr 2019 auf Deutschlands Straßen aufgenommen. Dabei ist es interessant zu wissen, wann eigentlich die meisten Fehler passieren im Straßenverkehr.

Darauf gibt es drei Antworten, zwei davon sind relativ banal: Die meisten Fehler passieren natürlich, wenn die meisten Fahrer auf den Straßen sind – also während der Rushhour. Die zweite Antwort: Viele schwere Unfälle ereignen sich sehr früh am Morgen, wenn übermüdete Schichtarbeiter auf dem Weg nach Hause sind. »Nachtarbeit macht die Fahrer extrem anfällig«, heißt es in einer britischen Überblicksstudie.

Ein Mittagsschläfchen macht uns zu besseren Autofahrern

Die dritte Antwort ist spannend und hat etwas mit Psychologie zu tun, genauer: mit unserer inneren Uhr. Die steuert in einem rund 24-stündigen Zyklus das automatische Auf und Ab unserer Hormone. Im Zusammenspiel mit der natürlichen Ermüdungskurve im Verlaufe des Tages führt sie zum »Suppenkoma«, einer enormen Müdigkeit nach dem Mittagsmahl, also etwa zwischen 14 und 16 Uhr. »Diese Schläfrigkeit kann durch schweres Essen noch verstärkt werden«, sagt der Schlafforscher Jürgen Zulley.

(Text: Jochen Metzger)

Der Artikel ist in der Ausgabe 02/2020 von P.M. Fragen & Antworten erschienen.

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